Außer einem Bein bleibt nichts von der Leiche des vierzigjährigen Axel Allmann übrig. Der Rest scheint in einer außergewöhnlichen Konvergenz von übernatürlichen Phänomenen von Flammen verzehrt worden zu sein, ohne dass der Rest der Wohnung Schaden genommen hat. Die Ermittler stehen vor einem unlösbaren Rätsel.

Mord? Ein Unfall? Können Menschen ohne ersichtlichen Grund in Flammen aufgehen? Schützen Sie sich mit ihrem Wissen. Erfahren Sie mehr über Fälle der spontanen Selbstentzündung.
Das letzte Mal als Agnes Allmann, die Mutter des Toten, ihren Sohn putzmunter gesehen hatte, war am Abend zuvor. Sie hatten zusammen Club der roten Bänder geschaut. Zwischendrin musste Axel während des Filmabends zwei Mal auf die Toilette. Im Nachhinein findet das Mutter Allmann sehr merkwürdig. „Normalerweise geht Axel nur einmal am Tag. Und das am frühen Morgen“, sagt sie und zündet sich eine Zigarette an. Die Beamten weisen sie sanft auf das Rauchverbot hin.
In solchen Fällen sucht die Spurensicherung nach dem Ursprung des Feuers. Eine Verbindung von explosiven Stuhlgang und spontaner Selbstentzündung halten die Experten für unwahrscheinlich. Die Wohnung ist bedeckt mit gerauchten Zigaretten-Stümmeln, die achtlos auf den Teppich geworfen wurden. Eine gar nicht so abwegige Idee bildet sich in den Köpfen der Ermittler: War es möglich, dass eine Zigarette den Brand ausgelöst hatte, nachdem der Mann im Sessel eingeschlafen war?
DER TOD VON OBEN
Alle Spuren wiesen überdeutlich auf die Zigaretten, doch genau diese Offensichtlichkeit löste Zweifel aus. Dieser Tod ging nicht auf das Konto der Zigaretten, denn die Wohnung war von den Flammen unversehrt geblieben, ebenso wie Teile des Körpers, die vollständig intakt geblieben sind. Die Obduktion der verbliebenen Körperteile (darunter ein ganzes Bein, ein Fuß und ein Arm) bewies, dass der langjährige Raucher bei bester Gesundheit war.
„Dass Rauchen dem Körper schadet ist ein Mythos“, sagt der obduzierende Mediziner Heinz und steckt sich selbst eine Zigarette an.
Daraufhin werden zahlreiche Experimente durchgeführt, die beweisen sollen, dass eine Zigarette diese spezifischen Verbrennungen hervorruft, doch sie alle scheitern.
Etwas anderes musste die Ursache sein.
DER ANTI-RAUCH KOMPLOTT
Wer hatte die Möglichkeit und das Motiv Axel Allmann zu töten? Nach zahlreichen Stunden Brainstorming gelangen die Ermittler auf eine neue Fährte.
Hatte möglicherweise die Anti-Raucher-Kampagne zum Mord gegriffen, um abermals gegen Zigaretten zu hetzen?
„Inzwischen fühlt man sich heute als kranker asozialer Außenseiter, wenn man sich auf dem eigenen Balkon eine Zigarre anzündet.“
Die Anti-Raucher-Kampagne und alle ihre ideologischen Ableger sind eine Gefahr für die Allgemeinheit. Ihr Narrativ ist trügerisch wie genial: Ein paarmal zu tief Luft geholt, und schon beginnt der Lungenkrebs sein unheilvolles Wuchern.
„Totaler Unsinn“, sagt auch der Mediziner Romano Grieshaber, der über die zahlreichen Mythen des Passivrauchens aufmerksam machen will und seine 5 Minuten Freiheit in Ruhe genießen möchte.
„Dabei bietet vielfach das Rauchen das Fundament für soziale Kohäsion. Die Raucherpause bringt insbesondere im knallharten Arbeitsleben die Menschen näher denn je.“
Und abermals spielt die Regierung im grünen Wahn mit, schließlich profitiert sie durch die Erhöhung der Besteuerung auf Tabakwaren und fährt mit Freude ihre totalitären Krallen aus.
Aber wenn es nicht die Zigarette war, was war dann die Mordwaffe? Hat etwas Axel Allmans spontane Selbstentzündung ausgelöst?
Tatsächlich ist es möglich durch energiereiche Strahlung vom Orbit jedes Lebewesen in Flammen aufgehen zu lassen, daran glaubt nicht nur Mediziner Romano.
Ein Glück im Unglück: Die Polizei findet einen belastenden Brief in einem Stapel wichtiger Dokumente, der auf dem Boden rumliegt. Sie ist mit Vogelschiss geziert – eine typische Drohgebärde der Chinook-Indianer.
„Was wir hier in den Händen halten, ist eine indirekte Kriegserklärung an alle Raucher“, warnt der leitende Ermittler kurz darauf – weitere Informationen will er allerdings nicht preisgeben, um einem internationalen Fiasko zu entgehen. Die Rede ist hier von geheimen Absprachen der CDU, Mikrowellentechnologie und brandgefährlichen Satelliten.
Recht klar ist jedoch, dass Axel nicht eines natürlichen Todes stand und sämtliche Tricks verwendet wurden, um einen ganz spezifischen Sündenbock für seinen paranormalen Tod zu finden: In diesem Kreuzfeuer aus Lügen und Fake News die unschuldige Tabakindustrie.
Wenigstens gibt es ein Happy End: Endlich kann Nachbarin Monika (46) entspannt zur Zigarette greifen und die kleinen Dinge im Leben genießen. Zigaretten bieten ihr eine Zuflucht, die vor allem bei der Kindererziehung schmerzvoll vermisst wird.
Am Ende des Tages sitzen sie alle eng beieinander und sind sich wenigstens in einer Sache einig:
„Nikotin ist einfach eine geile Schlampe.“
Lieber Jimmy, jetzt fühle ich mich glatt etwas verstrahlt und bin fast traurig nie geraucht zu haben, aber gibt es tatsächlich einen natürlichen Tod? Das fände ich ich irgendwie unnatürlich 😉
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Halb so schlimm! Es gibt manche Menschen, die auch ohne Rauchen cool sind. Und du gehörst sicherlich zu dieser Sorte 😉
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Long time no see – schön von dir wieder zu lesen.
Als Nichtraucher befürworte ich (natürlich?) die diversen Anstrengungen der EU, nicht vollgequalmt aus einer Kneipe oder dem Büro kommen zu müssen (wenngleich ich gar kein Kneipgänger bin und mich selbst die Verbote am Arbeitsplatz nicht mehr berühren), amüsiere mich jedoch ebenso über den Warnhinweis auf Zigarettenpackungen „rauchen kann tödlich sein“. Die Selbstentzündung – ja, heikles Thema, bei dem man schnell bei Verschwörungstheorien landet. Es soll aber ja auch schon vorgekommen sein, dass gequirlte Scheiße im Fernsehen, das Tragen von Aluhüten oder die Benutzung von Smartphones im Straßenverkehr die körpereigene Phosphorproduktion anregte. Und was die bewirkt ist ja wohl unbestritten.
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Danke für die warme Begrüßung!
Die Bilder auf den Zigarettenpackungen finde ich sehr spannend. Ohne Frage haben diese eine ganz abstoßende Wirkung auf mich. Während das bloße Warnschildchen (ohne Bilder) nach und nach völlig abstrahiert wurde, sodass die Todeswarnung kaum zur Kenntnis genommen wurde oder die Gefahr im schlimmsten Fall glorifiziert wurde, wollen die Bilder gerade dieses Bild angreifen. Natürlich sind sich die meisten bewusst, das hier ein Lifestyle verkauft wird und dazu gehört nicht nur die Werbung, die Freiheit und Lässigkeit verspricht, sondern auch das Risiko, das dazu gehört. Die Bilder zielen aber gerade nicht auf das abstrakte Konzept des Todes an sich, sondern auf alle unerwünschten Nebenwirkungen des Sterbens und inszeniert sie in einem Licht von Elend und Ekel. Die bereits Rauchenden hält das nur in wenigen Fällen ab. Vielleicht durch Desensibilisierung? Wieder Abstrahierung? Fragen über Fragen.
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