Wenn wir uns in unserem Heim umschauen, werden die meisten von uns Gegenstände entdecken, die einen großen sentimentalen Wert haben. Das können Kuscheltiere aus Kindheitstagen, Familienerbstücke oder Erinnerungsstücke sein. Diese Gegenstände besitzen einen ideelen Wert für uns und sind mit starken Emotionen behaftet. Aber sind die Emotionen, die wir in den Gegenständen erkennen bloß Zuschreibungen oder steckt in diesen Gegenständen tatsächlich das Vermögen zur Freude oder zur Trauer? Wenn man einen Stift in einen Brunnen wirft, schreit ein Stift zurück?

Inspiriert von einem Allmystery-Thread geht ein mutiger Experte für Paranormales auf eine Erkundungsreise in die kuriosen Gefühlswelt der Gegenstände.
Von den Material Studies und Animismus zu der Gefühlswelt der Objekte
Insbesondere in den Wissenschaften wurden Gegenstände lange Zeit stiefmütterlich behandelt. Gegenstände waren nichts außer Objekte, die im Dienste der Menschen stehen. Von einer Eigendynamik der Gegenstände konnte gar nicht gesprochen werden, schließlich war der Mensch Herr und Schöpfer über den Gegenstand. Sind aber Gegenstände rein passive Objekte? Oder wirken sie nicht auf vielfache Weise zurück, indem sie zum Beispiel Emotionen der Menschen zurückwerfen? Ob man nun glaubt, dass sie Gefühle verspüren können oder diese lediglich spiegeln – es ermöglicht uns einen neuen Blickwinkel auf Gegenstände.
Eine stehengebliebene Uhr. Eine spürbare unsichtbare Präsenz. Für viele Menschen, die nicht im Einklang mit der Gefühlswelt der Objekte stehen, sind diese Phänomene reiner Spuk. Das ist schade, denn wer diesen Phänomenen Gehör schenkt, wird in vielen Fällen pure Emotionen finden über die man viel lernen kann.
Es ist einem Umbruch in den Wissenschaften (auch bekannt unter dem Namen material turn) zu verdanken, dass die alte Vorstellung, die Bedeutung der Gegenstände würde den Gegenständen alleine durch den Menschen zugesprochen werden, abgelöst wurde. Das bedeutungsschwangere Objekt ist keine erweitere Dimension des menschlichen Schaffens, sondern ein Ding an sich. Auch die Ureinwohner Südamerikas wussten schon lange über das Geheimnis der beseelten Gegenstände. Gesucht wurde nicht die Abgrenzung oder die Herrschaft über jene Gegenstände, sondern eine Basis auf Augenhöhe. Dieses Wissen ist uns leider abhanden gekommen.
Das Familienerbstück des Großvaters, sei es eine Uhr oder eine Mitgliedsparteibescheinigung, besitzt eine Eigendynamik. Es wirkt auf vielfältige Weise zurück, sowohl auf der Bedeutungsebene als auch auf einer emotionalen Ebene. Trotz des physischen Todes der Person bleiben diese Bindungen vorhanden, selbst wenn das Erbstück vergessen und verlassen im Antiquariat landet. Die neuen Besitzer verspüren in vielen dieser Fälle eine negative Präsenz. Der Gegenstand sträubt sich gegen seinen neuen Besitzer, tut nicht das was der Gegenstand tun soll.
So manche „verfluchte“ Gegenstände sind nicht verflucht, sondern mit negativen Gefühlen wie Trauer oder Wut belastet, ähnlich wie auch Menschen von negativen Gefühlen belastet werden können. Bei psychischem Leiden suchen Menschen psychotherapeutische Hilfe auf, aber die soziale Akzeptanz von emotional gestörten Gegenständen ist kaum vorhanden, weshalb wir von einem Seelenklempner für Ihren Teddybären als Gesellschaft noch weit entfernt sind. Aber es hilft diese Gegenstände in Ihren Alltag zu implementieren. Schenken Sie ihnen Aufmerksamkeit. Gehen Sie mit ihnen spazieren. Sinnvoll ist auch, eine Therapiesitzung für Ihren liebsten Gegenstand anzuordnen.
Für alle, die tiefergreifende Recherche betreiben wollen:
Können Gegenstände trauern?




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